Heute Abend geht es zum Flughafen von Luong Prabang und wir fliegen zurück nach Hanoi in Vietnam. Der letzte Tag in Luong Prabang (Laos) werden wir mit einem Besuch beim Reisbauern und einem Ausflug zu einem Wasserfall nutzen. Die Felder des Reisbauern und seine Hütten liegen direkt am Ortsrand. Als wir eintreffen, sind auch andere Reisegruppen anwesend, aber es verläuft sich gut. Ein junger Mann in traditionellen Kleidern erzählt uns wie man gute Reiskörner von schlechten trennen kann. Dies macht man mit einem Topf Salzlake. Die schlechten Körner schwimmen oben und die guten sinken ab.

Nach diesem theoretischen Unterricht ging es hinaus auf die Felder. Ganz mutige zogen sich Schuhe und Strümpfe aus und stiegen fast bis zu den Knien in den Matsch. Zuerst werden die Körner gesät.

In ein paar Wochen sind sie schon zu kräftigen, kleinen Pflanzen herangewachsen und unsere Probanden nehmen aus diesem Becken ein paar Setzlinge mit. Einige Felder weiter sehen wir schon einen Wasserbüffel auf uns warten.

Jetzt muss das knotschige Feld mit dem Pflug aufgelockert und eingeebnet werden. Unsere zwei Mitstreiter durften auch mal hinter dem Ochsen und dem Pflug gehen, bevor es zum nächsten Feld ging. Jetzt sollen die Setzlinge in die Erde kommen, aber zuerst muss man ein Lied singen und tanzen.

Auf einem anderen Feld sind die Pflanzen schon so lange gewachsen, dass man die Halme mit einer Sichel ernten kann. In Laos ermöglicht das Klima zwei Ernten. Von Aussaat bis Ernte benötigt es etwa 4 – 6 Monate. Die Pflanzen stehen im Wasser, damit das Unkraut nicht mitwächst und die Pflanzen mehr Kraft in die Halme und Blüten steckt und nicht in die Wurzeln um an das Wasser im Boden zu gelangen. Als dann die Arbeit der Anzucht, der Vorbereitung der Erde, das Pickieren und die Ernte erledigt war bekamen wir ein Erfrischungsgetränk aus Zuckerrohr.

Aber zuvor mussten die Füße oder Schuhe vom ganzen Matsch befreit werden. Ich durfte beim drehen der Presse mithelfen und so drehte ich mehrere Runden um den süßen Saft zu gewinnen.


Eine Reisbäuerin demonstrierte uns wie man die Körner aus den Spelzen bekommt und dabei die Körner aufbricht.

Ein paar ältere Herren flochten diverse Gegenstände aus Bambushalmen. Diese Tätigkeit wird gerne in der Regenzeit gemacht, da man dann nicht auf den Feldern arbeiten kann. Jeder Teilnehmer durfte sich eines der drei Tiermodelle aussuchen.

Was meint ihr für welche wir uns entschieden? Schreibt es in die Kommentare unten und ich verrate es im nächsten Bericht.

Nach einem Schlückchen Reisschnaps aus dem Pott und Knabbereien aus Reis ging unsere Fahrt weiter. Das nächste Ziel (Kuangsi Wasserfall Park) ist ein Naturschutzgebiet mit mehreren Wasserfällen und Naturteichen, in denen man Baden darf. Es gibt auch einige Gehege für Kragenbären, die aus Käfighaltung stammen. Der Gallensaft der Bären wird in der Traditionellen chinesischen Medizin benötigt. Ein trauriges Kapitel der asiatischen Geschichte. Diese Bären hatten Glück, dass man sie befreien konnte und sie nun wenigstens etwas grün um sich haben und mit den Tatzen im Boden wühlen können.


Die Wasserfälle sind sehr schön, klar und türkisblau. Wir liefen flussaufwärts von einem Becken zum nächsten und bestaunten, wie das Wasser über die Kanten rutscht oder auch fällt.


Der oberste Wasserfall stürzt 60 Meter hinab. Leider versammeln sich hier sehr viele Besucher, Touristen und Einheimische.

Im Wasser haben wir nicht geplanscht aber dafür machten wir etwas Waldbaden. Wir versuchten ein paar Vögel zu erlauschen und zu entdecken. Schmetterlinge fanden wir und einen Nachtreiher, den ich durchs Fernglas fotografieren konnte.

Das Mittagessen nahem wir in einem sehr schönen, romantischen Lokal ein. Das Klima unter den schattenspendenden Dächern und der nahe Fluss waren erfrischend.


Nach einem leckeren Mahl (ohne Koriander) machten wir uns auf den Rückweg zu unseren Koffern, die noch im Hotel auf uns warten. Auf Wunsch von ein paar Mitreisenden machten wir noch Station bei Arbeitselefanten. Hier konnten wir rasch ein paar Leckerbissen verfüttern und Fotos machen und schon ging es weiter.

Wir müssen noch den Flieger nach Hanoi erreichen. Alles lief wie am Schnürchen und pünktlich zum Einchecken waren wir in dem kleinen aber internationalen Flughafen von Laos. Als die Sonne am Horizont verschwand nahmen wir Abschied von Laos. Das kleine Land ohne Meerzugang zwischen Vietnam und Kambodscha.

Der Hüpfer zurück nach Vietnam war in 45 Minuten gemacht und um 22.30 Uhr bezogen wir unsere nächste Unterkunft mitten in der Großstadt.