Den Tag ließen wir mit Blick auf die Frankfurter Skyline gemütlich beginnen.

Unser Flug soll um 13.55 starten und es ist nicht mehr weit bis zum Flughafen. Die Strecke dürften wir in kürzester Zeit schaffen, ganz ohne Auto, Taxi oder Zug. So ließen wir uns Zeit alles wieder in die Koffer zu verstauen und nochmals alle Schränke und Ablagen zu checken, nicht dass doch noch was liegen bleibt. Wir hatten kein Frühstück zur Übernachtung gebucht, da wir ja viel Zeit haben und in der Loung ein Frühstück bekommen.

Um 8.45 Uhr verließen wir das wunderschöne Hotel und machten uns auf Schusters Rappen auf zum Check-in, der am Terminal 2 sein soll. Wir folgten den Schildern und alsdann fanden wir uns an einer Bushaltestelle mit ganz vielen anderen Reisenden mit ihren großen Koffern und Handgepäckstücken wieder. Tja, Frankfurt ist ein großes Drehkreuz für internationale Flüge und die Strecken zwischen den Terminals sind zum Teil riesig. Der erste überfüllte Bus fuhr an uns vorbei und wir hofften beim nächsten mitfahren zu können. Als wir dann einsteigen durften, mussten wir feststellen, dass es Sitzplätze und wenig Platz für Koffer gab. Wer macht denn so eine blöde Planung an einem Flughafen? Ist doch klar, dass das so nicht funktionieren kann. Wäre es nicht besser nur Stehplätze zu machen oder ein Abteil für die Koffer? Wir blockierten einen Vierersitzplatz mit unseren Koffern und bewunderten das Tetris-Spiel, das sich uns bot. Am Terminal 2 suchten wir dann die Gepäckaufgabe, die um diese Uhrzeit aber noch geschlossen war. Auf Anfrage erfuhren wir, dass sie in 15 Minuten öffnet. Also stellten wir uns schon mal an. In der Wartezeit fiel uns ein, dass wir ja unsere Jacken im Koffer verstauen können, da wir ab jetzt nur noch in Gebäuden oder im Warmen uns aufhalten werden. So hatten wir schon etwas weniger, das man mit sich rumtragen muss. In der Loung angekommen, konnten wir uns entspannt an einen Tisch setzen und bei einem Frühstück auf unser Boarding warten.


Die Lounge gehört zu Japan Airlines und die Toiletten sehen schon sehr asiatisch aus. Ich bekam schon den ersten Vorgeschmack auf das, was da noch kommt. Die Klobrille war schon fast unangenehm warm und es gab eine Fernbedienung, um sich den Po abzuwaschen und alles war mit so komischen Schriftzeichen versehen.


Gestern, als Tom versuchte, uns schon am Vortag einzuchecken, sahen wir, dass zwei Frauen aus unserer Reisegruppe mit uns im selben Flieger sitzen werden. So hielten wir schon dauernd Ausschau und versuchten sie zu finden. Als wir dann im Flieger unsere Plätze einnahmen, sprach uns jemand aus der Reihe vor uns an und fragte, ob wir zu Studiosus gehören. So lernten wir schon in Frankfurt die ersten Mitstreiter der Indochina-Reise kennen.


Nach einem sehr ruhigen, aber langen, Flug landeten wir um Punkt 6 Uhr morgens in Hanoi, bzw. Mitternacht bei euch.

Theoretisch hätten wir 3 Stunden auf den nächsten Flug nach Laos warten sollen. Aber leider war der Anschlussflug verspätet und so saßen wir mal wieder in einer Lounge rum und vertrieben uns die Zeit mit Lesen, Rätseln und sich durchs Buffet essen. Viele exotische Gerichte wurden angeboten, einiges auch mit Koriander, was mich schon auf seifiges Essen vorwarnt.

Als es dann weiter ging, trafen wir unsere Reisegruppe (mit uns 22 Teilnehmern) am Gate. Die Reiseleitung stammt ursprünglich aus Vietnam, lebt aber seit ihrem Kindergartenalter in Deutschland. Der Flug in die Hauptstadt von Laos (Vietiane) war ein kleiner Hüpfer. Nach nur 45 Minuten landeten wir wieder. Beim Anflug konnte ich das erste Mal in meinem Leben den Mekong sehen.

Die Einreise war schon das erste Abenteuer. Es mussten die Unterlagen noch vor Ort handschriftlich erledigt werden, obwohl man ein paar Tage vor Einreise dies auch schon elektronisch machen musste. Wenn dann die Papiere komplett sind, durften wir uns in die Reihen der Einreisenden stellen und darauf warten, dass der Mann am Schalter einem Pass und Papiere abnimmt und alles weiterreicht. Es erinnerte mich sehr an die Einreise nach Ostberlin vor dem Mauerfall. Da merkt man gleich, dass dieses Land sozialistisch geführt wird.

Studiosus hat für uns schon alles organisiert und so wurden wir vom Busfahrer und einem weiteren Reisebegleiter (Laote, der in Ostberlin einige Zeit verbracht hatte) in Empfang genommen. Die Koffer wurden uns abgenommen und separat ins Hotel gebracht, während wir per Bus zu unserem Übernachtungsort gebracht wurden. Der Bus besticht mit asiatischem Flair.


Nach einer Dusche und kurzem Füße hochlegen, gings schon gleich mit dem Bus weiter nach Pha That Luang (Große Stupa) https://en.wikipedia.org/wiki/Pha_That_Luang . Eine Stupa ist so was wie bei uns ein Reliquienschrein und dieser hier steht mitten in der City, ist riesengroß, und geht zurück bis in des 3. Jahrhundert n. Chr. Die „vergoldeten“ Dächer glänzten in der Abendsonne, wobei nur die Spitze mit echtem Gold bedeckt ist, der Rest ist nur Goldfarben gestrichen.

Außen herum verläuft so etwas wie ein Kreuzgang in unseren Klöstern. Unter dem schattigen Dach läuft man im Uhrzeigersinn (das soll Glück bringen) an vielen Buddastatuen vorbei.


Als ich durch ein Mauerloch fotografierte und andere mich dabei beobachteten, musste die ganze Gruppe dies auch machen. Sah irgendwie witzig aus, wie sie alle so dastanden.


Nach vielen Fotos von Buddas, Ornamenten und Dächern verließen wir diesen Bereich und kamen an Klostermauern vorbei. Dahinter verbarg sich nicht nur das Kloster, sondern auch der Friedhof, der heute geschlossen sei. Den riesigen liegenden Budda konnte ich über den Zaun fotografieren.

Als wir um die Ecke bogen, konnten wir sehen, dass man doch in den Bereich gehen darf und so wurde die Statue nochmals in voller Größe abgelichtet.

Dieser Korallenbaum besticht mit seinen schönen, orangenen Blüten.

Auf dem Weg zurück zum Hotel kamen wir noch an einem „Triumpfbogen“ vorbei, bei dem unsere Truppe aussteigen durfte und weitere Bilder schießen konnten. Abends werden die Wasserspiele in Szene gesetzt. Mit Musik und Lichtspiel konnten wir diesem Schauspiel beiwohnen.

Zurück im Hotel sprangen wir gleich wieder unter die erfrischende Dusche. Es sind hier, auch am Abend noch, um die 30° C und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Schon von ein paar Metern Laufen steht man im eigenen Saft.

Obwohl wir alle sehr erschlagen von den Anstrengungen der Anreise waren, wurden wir noch zum Abendessen in ein Lokal gebracht. Hier wurden wir mit heimischen Gerichten verwöhnt. Leider lieben sie in Laos das tolle Küchenkraut Koriander, das für mich alles unappetitlich nach Seife schmecken lässt. So nahm ich mir lieber Klebreis mit Pilzen und Wasserspinat.

Um 21.00 Uhr fielen wir alle geschafft in die Betten.
Sehr interessant, gute Reise weiterhin
Danke liebe Siggi, ich hoffe weiterhin Zeit zum schreiben zu finden