Heute werden wir Phnom Penh unsicher machen. Diese moderne Metropole mit 2,3 Millionen Einwohnern ist die Hauptstadt Kambodschas. Beim ersten Blick aus dem Fenster sahen wir dieses Geschenkpaket. Das ist uns gestern Abend gar nicht aufgefallen.

Wir starten den Tag dort, wo wir gestern Abend aufgehört hatten, an der Uferpromenade, beim Mondpavillion.

Wir gehen in den Königspalast, natürlich nur in einen Teil davon. Der Teil, in dem der Königvater Norodom Sihamoni residiert, blieb für uns verschlossen.

Schon auf dem Weg zum Eingang konnten wir feststellen, dass es in Kambodscha noch etwas heißer sein wird. Von unserer erfahrenen Reiseleiterin erfuhren wir ganz viel zur royalen Familie und den vielen verschiedenen Gebäude, die wir zu sehen bekamen. Die vielen Verzierungen an den Mauern haben alle eine tiefere religiöse Bedeutung.


Es gibt die Silberpagode. In ihr war der ganze Fußboden mit Silberfliesen bedeckt. Eine einzelne Flise wiege ca. 1 Kilo. Wegen der vielen Besuche wurde der Boden leider mit Teppich bedeckt und wir hatten nur an den Rändern eine Chance das Original zu sehen. Hier gibt es den wertvollsten Buddha des Landes. Er erstrahlt in Gold und ist mit Edelsteinen besetzt.


Im Hof stehen viele große und etwas kleinere Stupas (Gräber) der Könige und seiner Frauen und Kinder.

Ein anderes Gebäude passt mit seinem grauen Erscheinungsbild nicht zu den anderen Häusern. Dieses ist eine Stahlkonstruktion, die von den Franzosen geschenkt wurde und hier einen Platz gefunden hat.

Am Model von Angkor Vat konnten wir unser nächstes Ziel schon in Augenschein nehmen und schon die ersten Infos zur Entstehung und den Dimensionen erfahren.

Diese Kindergarten- oder Grundschulkinder sangen zur volkstümlichen Musik.
Nach einigen Stunden zwischen den Gebäuden verließen wir den königlichen Hof. Am Ausgang erhielt jeder Besucher eine Flasche königliches Wasser. Welch eine Aufmerksamkeit. Es wurde jetzt auch wirklich zu heiß und unsere Zungen klebten schon am Gaumen.

Zur Erfrischung ging es im Nationalmuseum als erstes in ein Café. So sieht die Khmerschrift übrigens aus. Wir Europäer können diese Schriftzeichen überhaupt nicht entziffern.

Zur Wiederbelebung unserer Geister bestellten wir uns Kaffee und Croison.

So gestärkt führte My-Linh ihre Gruppe durch die verschiedenen Epochen und Exponate. Wir erhielten eine ausführliche Beschreibung der jeweiligen Statuen und ihre Bedeutung. Mir gefiel diese Darstellung sehr gut. Da steckt so viel Leben drin.

Um 14.00 Uhr wurden wir von Rikschafahrern erwartet. Diese fuhren uns durch die glühende Hitze über flimmernden Asphalt durch den chaotischen Verkehr wieder am Königspalast vorbei.

Beim Unabhängigkeitsdenkmal machten wir einen Stopp und vertraten uns die Füße, bevor es wieder mit den Rikschas weiter ging.

Wieder einmal besuchten wir eine Markthalle, die mit ihrer Bauweise für relativ kühle Verhältnisse sorgt.

Mein Fahrer erwartete mich dann schon an seinem fahrbaren Untersatz und ließ sich von mir in stolzer Positur ablichten.

Uns taten die Männer richtig leid, bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit jemanden durch die heiße Stadt fahren und das mit einem Rad ohne Gangschaltung und mit schlechten Bremsen. Uns wurde erzählt, dass dies Reisbauern sind, die dies gerne machen, um in der Trockenzeit Geld dazu zu verdienen.

Unsere Fahrt mit den Rikschas hörte am Phnom (Hügel) von Frau Penh (die diesen Ort gründete) auf. Wir bestiegen den Hügel und kamen an einem Tempel vorbei.


Es wurden von den Gläubigen gerade Opfergaben den Göttern gereicht. Bei den Löwenstatuen wurden Eier und Fleischstreifen in ihre Mäuler gelegt und an einer anderen Stelle wurde Papiergeld und andere Dinge in Papierform (Hemd, Auto usw.) für die Verstorbenen verbrannt. Dies macht man, damit es dem Ahnen im Jenseits an nichts mangelt. Im Tempel geht man mit der Zeit um die Jugend anzusprechen. Es gibt blinkende Heiligenscheine und sich drehende, blinkende Lampions.
Ganz oben auf dem Berg steht der Tempel von Mrs. Penh. Sie wird besonders von Frauen verehrt und da man sie so gern hat schminkt man sie, schenkt ihr Schmuck und kleidet sie ein. Alles, was Frauen gerne machen und gerne geschenkt bekommen.


Den Rest des Tages verbrachten wir am Hotelpool im 13. Stock und aßen auf dem Rooftop zu Abend.