Eine Bootstour auf dem Mekong
Eine Bootstour auf dem Mekong

Eine Bootstour auf dem Mekong

Heute wollen wir den Mekong mit einem Boot erkunden. Aber zuvor steht noch ein Besuch auf dem Markt auf unserem Programm. Gemeinsam geht es durch die Stände der Händler.

Es gibt alles was man sich vorstellen kann. Angefangen von getrockneten Früchten, über eingelegtes und fermentiertes, bis hin zu frischem Fleisch und Fisch. Der Fisch ist so fangfrisch, dass er noch nach Luft schnappt.

Der bekannte Pangasius stammt aus dem Mekong. My Linh erzählte uns vieles über die verschiedenen ausgestellten Objekte und kaufte auch das ein oder andere zum Probieren. Ich versuchte mich an einer Art Pancake, bei dem der Teig mit Kokosnussmilch zubereitet wurde.

Unser Weg führte über den Markt zum ehemaligen Königspalast Haw Kham, der jetzt ein Museum ist. An einem Ort, an dem der König residierte, darf ein Tempel nicht fehlen. So auch hier. Wir besuchten die religiöse Stätte bevor unsere Taschen (mit Fotoapparaten und Handys) eingeschlossen wurden. Den Palast darf man nicht mit diesen Dingen betreten. So konnten wir keine Bilder für euch erstellen. Das Gebäude durften wir nur strumpfsockig betreten und so schlurften wir über blitzblank poliertes, dunkles Parkett. Nur der Empfangsraum strahlt in Rot und Gold, die restlichen Räume sehen eher bescheiden aus. Mir fiel auf, dass die Schlafräume und Esszimmer in der Mitte des Gebäudes liegen und außen herum der Flur verläuft. Wir konnten vom Gang aus in die Zimmer schauen.

Der Ausgang der Anlage führt uns wieder zum Markt und hier erstanden wir ein paar kleine Bananen für die Schiffsfahrt auf dem Mekong, die jetzt dann mit uns starten soll.

Unsere Bootsmannschaft erwartet uns am Fähranleger wo die Fähre gerade vollbeladen anlandet und die Autos und Motorräder ans Ufer gebracht werden.

Unser schwimmender Untersatz sieht sehr schön aus und lässt uns schon freudig aufs Ablegen warten.

Von der aufmerksamen Crew erhielten wir einen Willkommenstrunk und kleinere Knabbereien wie Erdnüsse und Cashewnüsse, die aus Indochina stammen. Unser Schiffchen kämpfte sich gut 1 Stunde flussaufwärts und ich suchte mit meinem Fernglas die Ufer nach Vögeln ab. Leider konnte ich auf der gesamten Strecke keine Piepmätzchen ausfindig machen. Tom erkundigte sich bei unserem laotischen Führer und dieser meinte, dass sie nur in den Nebenflüssen zu finden seien. Für mich ist das aber keine Erlkärung für das Fehlen von Reiher, Kormoranen und Möwe.

Das Ziel unserer Flusskreuzfahrt sind die Höhlen von Pak Ou. Hier zeugen duzende Buddhastatuen von der Gläubigkeit der Laoten. Wir mussten sehr schmale, steile Stufen hinaufsteigen, um die Grotte zu erreichen. In ihr stehen wirklich sehr, sehr viele Statuen in den unterschiedlichsten Größen. Kleine, Große, staubig oder golden glänzend. Alles ist dabei. Und wo sie überall herumstehen. Auf den kleinsten Vorsprüngen in den höchsten Höhen. Auch ein paar Figuren der Naturgötter konnten wir dazwischen entdecken.

Diese sind vorwiegend der Tiger und der Affe. Zurück am Boot erhielten wir von der Crew feuchte Tücher zur Erfrischung. Ja hier sind alle sehr höflich und zuvorkommend.

Auf der Rückfahrt flussabwärts machten wir einen Zwischenstopp in einem kleinen, abgeschiedenen Dorf.

Jedes Haus im Ort bietet Stoffe und Tücher an. Vieles wird selbst gewoben. Besonders in der Regenzeit, in der man nicht auf den Feldern arbeiten kann, werden diese Produkte hergestellt. An einer Brennerei durften wir Reisschnaps und roten wie weißen Reiswein versuchen. Die Schnapsherstellung war uns zu unprofessionell, die Reisweine haben nicht besonders gut geschmeckt.

In einigen Flaschen wurden die Tiere, die man bei der Reisernte in den Feldern findet, ausgestellt. Der Schnaps aus diesen Flaschen soll einen stärker machen und schmeckt scheinbar etwas fischig.

Das besondere an diesem kleinen Dorf am Mekong ist eine Tempelanlage, die von den Einwohnern gepflegt wird. Ein paar kleine Jungs stellten uns ihren Welpen vor. Das sah herzallerliebst aus und fast jeder aus der Gruppe machte Fotos.

Als wir zum Boot zurück kamen, konnte man auf den Sandbänken, der Mekong führt in der Trockenzeit weniger Wasser, Kinder beim Spielen beobachten.

Die Ufer des Mekongs werden leider nicht mehr von Urwald begrenzt. Der Wald sieht licht und sogar staubig aus. Die Bäume haben teilweise keine Blätter (ich glaube das ist eine bestimmte Sorte) oder sie sehen grau / bräunlich aus. Nun dauerte es nicht mehr lange und wir erreichten wieder unseren Stellplatz fürs Boot.

Mekong

Den Abend ließen wir wieder im Hotel mit einem guten Abendessen und einem netten Plausch mit unseren Mainzer Mitreisenden ausklingen. Der Mann erzählte uns von seinen Reisen mit Rotel, dem rollenden Hotel. Der ein oder andere hat evtl. schon Berichte von diesem Reiseunternehmen gesehen. Man verreist in einem Bus mit Anhänger. Im Anhänger befinden sich Schlafkojen in der Größe von Särgen. Es gibt keinen Platz, um sich aufzurichten. Man krabbelt rein und rutscht rückwärts wieder raus. Er war von dieser Art der Welterkundung sehr zufrieden, seine Frau machte es nur einmal mit und verzichtet seit dem darauf und lässt ihn lieber alleine ziehen.

Bilder zur Bootstour auf dem Mekong

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