Tempel, Stupas und Traditionen
Tempel, Stupas und Traditionen

Tempel, Stupas und Traditionen

Nach einer ruhigen Nacht wachten wir früh auf und lauschten als erstes den Vögeln. Vom Balkon aus können wir auf saftig grüne Felder blicken, auf denen schon die ersten Feldarbeiter ihre Arbeit verrichten. Ab 7.00 Uhr gibt’s Frühstück. Mal sehen was es hier so gibt.

Es gibt exotisches wie Suppe, gebratenen Reis und Drachenfrucht, aber auch Omelette, Toast und Kartoffeln. Nachdem wir uns mit Kaffee gestärkt hatten, schlenderten wir auf der Suche nach meinen gefiederten Freunden durch die herrlich schöne und mit viel Liebe gepflegte Gartenanlage. Wirklich schön, was hier entstanden ist. An Federvieh hören wir immer die selben. Haus- und Feldsperlinge kennen wir von zu Hause und sonst registriert unsere App immer einen Rotstirnschneidervogel. Die Namen sind doch immer das Beste.

Um 9.00 Uhr traf sich unsere muntere Truppe in der Lobby und es ging mit unseren 4 Minivans auf Erkundungstour. Als erstes stand eine kleine Wanderung oder Pilgerreise auf dem Programm.

Wir mussten zu einem kleinen buddhistischen Tempel oder auch Stupa, Phousi Hill, ca. 300 Stufen hinaufsteigen.

Wir kamen an vielen Statuen, nicht nur Buddhas, und ein paar kleinere Häuser von Mönchen vorbei. Von der Anstrengung kamen wir ganz gut ins Schwitzen.

Dies hier ist der Wassergott oder Schöpfer. Er streicht sein Haar aus und spendet das rausfließende Wasser der Erde. Er ist für die Fruchtbarkeit der Böden zuständig. Wir hätten unsere T-Shits auswringen können, dann hätte die Erde auch etwas Feuchtigkeit erhalten.

Um zum Tempel zu gelangen, muss man an diesen Wächtern vorbei. Die sehen wirklich nicht sehr freundlich aus.

Oben auf des Berges Spitze steht ein Tempel, um den wir herumliefen und die Aussicht auf Luang Prabang genossen. Von hier oben kann man die beiden Flüsse, die Häuser des Orts und den Flughafen, von dem aus wir in ein paar Tagen Laos wieder verlassen werden, sehen.

Vogelgezwitscher kann man wegen der vielen Reisegruppen und Gläubigen nicht wirklich hören, aber am Himmel konnte ich Vögel mit einem Flugbild der Mauersegler entdecken. Später fand ich heraus, dass dies Bengalensegler sind.

An einem Stand wurden nicht nur Getränke, sondern auch kleine Körbe mit Finken darin zum Kauf angeboten. Von der Reiseleitung erfuhren wir, dass man diese erstehen kann, um eine gute Tat zu machen, indem man ihnen ihre Freiheit schenkt. Na super, erst einsperren und für ein gute Karma wieder freilassen, so ein Quatsch. Aber jedem seinen Glauben.

Für den Abstieg wählten wir einen anderen Weg und so kamen wir beim Museum Haw Phra Bang raus. Dies werden wir später noch besuchen. Für uns ging es zuerst noch zum Wat May Souvannapoumaram. Dies wurde im 18. Jhd. erbaut und ist der größte Tempel der Stadt. Das Hauptgebäude ist mit prächtigen, vergoldeten Holzschnitzereien verziert, die ganze Romane erzählen. Mi Linh hat uns sehr viel zu allem erzählt, aber leider konnten wir uns nicht so viel merken.

Nachdem uns unsere Köpfe von so vielen Informationen zu rauchen begannen, fuhren wir zu einem Kaffee, das laotischen Kaffee anbietet. Nicht nur in Costa Rica wird Kaffee angepflanzt, sondern auch in Indochina.

Tom und ich saßen neben einem jungen Asiaten, der an einem Laptop arbeitete. Irgendwie kamen wir ins Gespräch und so erfuhren wir, dass er aus Japan kommt und mit dem Bus 30 Stunden hier her fuhr. Das ist günstiger als mit dem Schnellzug. Er wird übermorgen an einem Halbmarathon teilnehmen. Um Himmels willen, wie kann man bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit auf so eine Idee kommen? Wir waren schon von den paar Höhenmetern zum Tempel total geschafft.

So, nun ging es für uns in das Museum Haw Phra Bang An den Gebäuden gibt´s viele Glasmosaike, die Szenen aus dem Leben der Bevölkerung darstellen.

In solchen Gefäßen wurden die royalen Verstorbenen zum Fluss transportiert und dann auf die Reise geschickt.

Nach so vielen Kilometern auf staubigen Straßen, Besichtigungen von alten Gebäuden und Statuen, freuten wir uns auf eine Auszeit und erfrischender Dusche im Resort. Während ich mich mit dem Blog beschäftigte, lief Tom durch das riesige Gelände bevor es heute Abend zu einer buddhistischen Zeremonie mit anschließendem Abendessen gehen soll.

Dieser Abend war eine ganz besondere Erfahrung für uns alle. Nach einem Willkommenstrunk erhielten wir Tücher, die uns kunstvoll um die Schultern gelegt wurden. Wir saßen auf dem Boden und lauschten der Musik und dem Gesang des „Predigers“.

Bei der Zeremonie wurden uns Baumwollschnüre um die Handgelenke gebunden und wir erhielten Reisschnaps und kleinere Speisen. Dies soll die 32 Seelen, die sich zum Teil von einem entfernen, wieder näher zurückbringen. Ich hoffe meine schwarze Seele kam nicht zu nahe zurück.

Nach der Zeremonie wurden wir zu einem sehr guten Abendessen, ein mehrgängiges Menüs ohne Koriander, eingeladen. Die Gastgeber sangen uns ein paar Lieder und junge Mädchen führten traditionelle Tänze auf. Wow, das war ein tolles Erlebnis.

Tempel und weitere Eindrücke

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