Heute steht eine Busfahrt über den Wolkenpass (Hai-Van-Pass) nach Hoi An an. Dieser Höhenzug trennt Südvietnam vom Norden und ist 300 Meter hoch. Obwohl er für unsere Verhältnisse nicht gerade hoch ist, hält er trotzdem die Wolken zurück.

Zuerst fuhren wir durch flaches Land in dem Reis angebaut wird. Die Pflanzen sind erst wenige Wochen alt und sind schon saftig grün uns stehen in Reihen im Wasser auf den Feldern.


Bevor wir die Passstraße erreichten, machten wir ein kleines Päuschen an einer Lagune. Hier drückt das Wasser aus dem Meer in eine flache Bucht, die für die Austern- / Perlenzucht genutzt wird. Tom und ich schlenderten etwas am Ufer entlang und schossen ein paar Bilder, bevor wir wieder in den Bus stiegen.

Recht bald wurde es steiler und wir schlängelten uns auf Serpentinen mit den anderen Fahrzeugen durch einen Wald, der nicht an Urwald erinnert, bergauf. Unsere Reiseleiterin erzählte uns währenddessen, dass in der Region im Vietnamkrieg das Entlaubungsmittel Agent Orange und Napalm eingesetzt wurde. Nachdem die Böden damit verseucht waren und die ursprünglichen Pflanzen abgestorben waren, hatten es andere Pflanzen leicht die Überhand zu gewinnen. Mittlerweile hat man rausgefunden, dass eine bestimmte Eukalyptusart schnell wächst und dem Boden das Gift entzieht. Dieser Baum wird nun vermehrt gepflanzt und dann wieder abgeholzt. Leider litt bei dem Einsatz dieser Gifte auch die Tierwelt. Dies ist ein Grund, weshalb wir bisher fast keine Tiere entdeckten. Die Bomben wurden nicht nur über Vietnam abgeladen, sondern auch über Laos.

Oben auf dem Pass machten wir einen kleinen Stopp und stiegen aus dem Bus aus, um die Sicht zu bewundern. Nach der Zeit im klimatisierten Bus kam uns die Hitze und die Sonne noch intensiver vor und so kamen wir gleich bei den ersten Stufen zu den Plattformen ins Schwitzen. Heute ist die Sicht nicht so gut, da Wolken sich versammelt haben und es diesig ist. Für heute Abend ist Regen vorhergesagt. Der Pass war schon immer eine Schlüsselstelle, um die Verbindung in den Norden oder Süden zu kontrollieren und zu bewachen, deshalb stehen hier Mauern und auch ein Tor.



Selbstverständlich darf ein kleiner Tempel nicht fehlen.

Auf der anderen Seite des kleinen Gebirgszugs kamen wir recht schnell ans Meer und in den Ort Da Nang. Hier stiegen wir wieder aus und konnten im Restaurant etwas Essen oder im Südchinesischen Meer baden. Tom und ich bestellten uns lieber etwas zum Essen und wir genossen die Aussicht aufs Meer und die leichte erfrischende Briese, die hereinwehte.

Der kleine Junge, der für seine Mutter posierte, war einfach zu putzig. Den musste ich doch gleich vor dieser tollen Kulisse fotografieren.

Um 14.00 Uhr zogen wir im Hotel in Hoi An ein. Die Anlage sieht sehr gepflegt aus und der Swimmingpool lädt zu einem Bad ein, aber unser Guide ließ uns nur eine Stunde Zeit bis sie uns für einen Stadtbummel zusammentrommelte. So bezogen wir dieses, mal etwas andere Zimmer (unten Bad und Sofa, oben ein Doppelbett), machten uns kurz frisch und packten in die Handtasche zwei kleine Schirme. Es wurde Regen für den Abend vorhergesagt.


Hoi An ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam an der Flussmündung des Sông Thu Bồn und war früher der größte Hafen in Südostasien an der Seidenstraße. Die Altstadt wurde 1999 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt. Die Altstadt blieb im Vietnamkrieg unversehrt und so konnten wir noch viele Gebäude aus der französischen Kolonialzeit sehen. Die Holzhäuser wurden aus dem Holz der Jackfruchtbäumen gebaut.


Tempel gibt es in Hoi An selbstverständlich auch mehrere, die man besuchen kann.


Hier lernten wir, dass es nicht nur Räucherstäbchen für ein Gebet über 20 oder 40 Minuten gibt, sondern auch für mehrere Tage. Diese hängen spiralförmig von der Dicke und es rieselt immer wieder Asche von oben auf die Besucher nierder.

An der japanischen Brücke konnten wir wieder ein junges Mädchen bei Fotoshooting beobachten.

Die Brücke war im 16. Jahrhundert die erste Verbindung zwischen dem chinesischen und dem japanischen Viertel. So wie wir sie heute sehen, steht sie seit 1763 und trotze schon vielen Unwettern und Überschwemmungen. Im Innern der Pagode, in der Mitte der Brücke, stand das Wasser 2025 kniehoch.


In der Pagode konnte man Talismane für das jeweilige Geburtsjahr erstehen. Zu jedem Jahr gehört ein bestimmtes Tier. 2026 ist das Pferd, 2020 war es die Ratte. Die Geburtsjahre von uns und unseren Kindern sind: Büffel, Ziege, Schwein und Hund. Was meint ihr, wem entspricht welches Tier? Schreibts unten in die Kommentare, ich werde es in einem der nächsten Berichte auflösen.

In Vietnam gibt es besondere Kaffeespezialitäten.

Wir probierten heute einmal einen Kaffee mit Kokosmilch und einen Salzkaffee. Dieser wird mit steifgeschlagener Sahne serviert und schmeckt nur leicht salzig, war aber recht stark.


Heute ist das Laternenfest, das am ersten Vollmond nach dem Neujahrsfest gefeiert wird. Überall hängen die Lampions in verschiedenen Farben und Formen. Auch auf dem Fluss schippern die kleinen Boote mit Lichtern geschmückt herum. Leider kam dann der vorhergesagt Regenguss rein und wir suchten Schutz in den diversen Shops. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit der Gruppe liefen wir noch über den Nachtmarkt und gingen dann zurück ins Hotel.
ich hoffe ja mein Geburtsjahr war das Jahr des Hundes, aber wahrscheinlich liege ich damit falsch 😅
Ich nehm auch das Jahr des Hundes 😄 alternativ würde ich mich auch mit dem Stier begnügen 😁
Tobias Büffel und Katja Schwein.
Weiterhin eine schöne Reise.